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Letztens habe ich einen schönen Abend bei einer Bekannten in ihrem Restaurant mit angrenzendem Weinhandel verbracht. Wir haben uns an diesem Abend über einen wirklich köstlichen Pinot Noir hergemacht.


Und dann hat sie mir von einem Film berichtet, der die Weinwelt buchstäblich über Nacht auf den Kopf gestellt haben soll.


Der Film heisst „Sideways“. Er handelt von zwei Freunden: Miles und Jack. In dem Film machen sich die beiden auf den Weg zu einer Weintour durch Kalifornien.


Jack, weil er es vor seiner anstehenden Hochzeit nochmal so richtig krachen lassen möchte und Miles, weil er Wein liebt; vor allem Pinot Noir. Das wird in vielen Szenen mehr als deutlich. Er spricht sehr poetisch über seinen Pinot. Genau so wird deutlich, dass er Merlot verabscheut.


Es gibt eine Szene, in der die beiden kurz davor sind, ein Restaurant zu betreten, in dem sie sich mit zwei Frauen treffen wollen. Jack, der seinen etwas cholerischen Freund gut kennt, nimmt ihn dann zur Seite und sagt:

„Übrigens, wenn die beiden Merlot trinken wollen, dann trinken wir Merlot.“


Und Miles antwortet daraufhin vollkommen aufgebracht: „Nein, wenn jemand Merlot bestellt, gehe ich. Ich werde keinen miesen Merlot trinken.“


Warum erzähle ich dir das?


Storytelling und Produktplatzierung

Diese und einige andere Szenen haben dazu geführt, dass

in ganz Amerika die Produktion und Verkäufe für Pinot Noir um 170% angestiegen sind während die Nachfrage und der Preis für Merlot sanken.


Den Punkt, den ich hier verdeutlichen möchte ist folgender:

Storytelling ist mächtig. Wir Menschen sind dafür gemacht, um durch Geschichten überzeugt zu werden. Und diese Geschichten arbeiten entweder für oder gegen uns und unser Unternehmen.


In unserem kommenden Präsentatons-Training gehen Jens und ich deswegen gezielt darauf ein, welche Elemente ausschlaggebend für Geschichten sind, damit sie letztendlich überzeugen und zum Verkauf führen.


Und das gilt für das geschriebene und gesprochene Wort.


Also für Geschichten in deinen Texten, genauso wie für Geschichten in deinen Webinaren, Livestreams oder Videos.


Ein anderes Beispiel, das mir noch einfällt ist der Film „Top Gun“. Zum Thema Storytelling und natürlich auch gerade wegen der Produktplatzierung.


In den frühen 80er kämpfte die Sonnenbrillenmarke Ray Ban mit finanziellen Schwierigkeiten und verkaufte jährlich nur etwa 18.000 Stück. 1986, kurz nachdem Top Gun in die Kinos kam, erlebte die Marke einen Boom und verkaufte über Nacht 40.000 Brillen. Ende der 80er ist die Marke weltweit führend - wegen eines Films mit einer hervorragenden Geschichte.


In dem Film geht es ja um Pete, gespielt von Tom Cruise; einen Kampfpiloten. Und die Geschichten um ihn sind so faszinierend, dass gefühlt ganz Amerika zum Militär wollte.


Der Ansturm war anscheinend so groß, dass das Militär direkt vor den Kinos Rekrutierungstische aufgestellt hat, um den Männern, die aus den Kinosälen kamen, ihre Fragen zu beantworten und sie somit einfacher einziehen zu können.


Storytelling ist mächtig. Ich werde nicht müde, dies zu betonen.


Wir raten dir dazu, dass du bewusst säst, was andere über dich sagen sollen und was nicht.


Das nächste Mal also, wenn du Inhalte, also deinen Content über das geschriebene und gesprochene Wort weitergibst, überleg genau, ob das, was du da sagst oder schreibst deinem Unternehmen dienlich ist, ob das Bild, das du über deine Erzählungen schaffst für oder gegen dein Unternehmen arbeitet.


Viel Erfolg.

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